Orchesterverein und Stadtmusik konzertieren
 
Unter der Leitung von
Markus Joho Dirigent
des Orchestervereins
und Peter Danzeisen
Stadtmusik Brugg
konzertieren beide Vereine

mit viel Herzblut


in der Ref. Stadtkirche Brugg
Peter Danzeisen wird für seine 10-jährige excellente Arbeit zum Ehrendirigenten der Stadtmusik Brugg ernannt! Herzliche Gratulation (Bild: H. Blumer)

Zwei Herren der Stadtmusik in bestem Einvernehmen mit einer Musikantin des Orchestervereins
Publiziert mit freundlicher Genehmigung von H. Blumer

Unter der Leitung von Markus Joho und Peter Danzeisen konzertieren der Orchesterverein und die Stadtmusik als grosses romantisches Orchester am 24. / 25. Januar 2009 in der reformierten Stadtkirche Brugg

Peter Danzeisen: Durch das Zusammenführen der beiden Vereine ensteht ein grosses romantisches Orchester (das klassische Orchester hat nebst Streichern 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner). In der Zeit der Romantik sind die Orchester durch Beizug von Posaunen, Trompeten, Saxophonen, Tuba, Klarinetten, Bassklarinette, von viel Percussion, teilweise mit Wagnertuben , welche quasi Euphonien entsprechen,  immer grösser geworden.

Markus Joho: „Concerto grosso“ soll hier nicht im barocken Sinne verstanden werden, wo eine grössere und eine kleinere Gruppe im Wechsel spielen. Vielmehr treffen sich zwei traditionelle Brugger Vereine und verschmelzen zu einem grossen homogenen Klangkörper.

Der Bogen der gespielten Werke reicht vom Frühbarock (Antiche Danze ed Arie) bis in die Moderne (Lancen). Als Folge der grossen Orchesterbesetzung stehen aber romantische Werke im Zentrum (Schumann, Mussorgsky, Rimsky-Korsakov).

Ottorino Respighi: Antiche Danze ed Arie, Suite 1
Geb. 1879 in Bologna, gest. 1936 in Rom

Respighi war u.a. als Bratschist in St. Petersburg tätig und erhielt von Rimsky-Korsakov Kompositionsunterricht. Später war er in Rom Prof. für Komposition.

Den insgesamt drei Suiten „Antiche Danze ed Arie“ liegen Lautenstücke des 16. und 17. Jahrhunderts zu Grunde. Es handelt sich dabei um freie Transkriptionen. Respighi liebte es, die latente Farbigkeit der Lautensätze ans Licht zu heben und sie mit den eigenen, spätro-mantisch beeinflussten Klangvorstellungen zu kreuzen.

Die erste Suite entstand 1917. Neben Streichern und Bläsern finden auch Cembalo und Harfe Verwendung.
(Deutsche Grammophon, Josef Häusler)    

Serge Lancen: Zwiefache Symphonique
Geb. 1922 in Paris, gest. 2005 in Paris

Lancen studierte Klavier und Komposition am Pariser Konservatorium. Sein Werk reicht von Kammermusikwerken bis hin zu symphonischer Musik. Seit 1960 komponierte er besonders Werke für symphonisches Blasorchester.

Das Werk „Zwiefache Symphonique“ ist von bayerischen und österreichischen Tänzen inspiriert worden. Lancen war so von dieser Volksmusik und ihren überraschenden Taktwechseln bezaubert, dass er Lust bekam, Stücke in dieser Art zu komponieren. 
(Partiturtext Molenaar Edition, Holland)

Robert Schumann: aus den „Kinderszenen“ op. 15
Geb. 1810 in Zwickau, gest. 1856 bei Bonn

Nachdem eine Fingerlähmung die geplante Pianistenlaufbahn unmöglich gemacht hatte, wurde Schumann schnell als Komponist berühmt. Im Vordergrund seines Schaffens stand zunächst die Klaviermusik. Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Liedschaffen. Danach wandte er sich der Kammermusik und den musikalischen Grossformen wie Sinfonien und chorischen Werken zu.

Den Zyklus „Kinderszenen“ (insgesamt 13 kurze Klavierstücke) schuf er in jungen Jahren.
(Musikbrockhaus)

Modest Mussorgsky: „Eine Nacht auf dem Kahlen Berg“
Geb. 1839  Gut Karewo (Gouv. Pleskau), gest. 1881 in St. Petersburg

Mussorgsky’s Tondichtung „Eine Nacht auf dem Kahlen Berg“ (nach Gogol) wurde schon 1867 abgeschlossen, aber erst 1886 uraufgeführt und fünf Jahre nach seinem Tode von Rimsky-Korsakov überarbeitet.

Der Sage nach versammeln sich auf dem Kahlen Berg in der Nähe von Kiew die Hexen und andere phantastische Schreckgestalten zu spukhaftem und gespenstischem Treiben. Auf dem Höhepunkt der Orgie erklingt das Glöcklein einer fernen Dorfkirche; die Geister stieben auseinander – der Tag bricht an.
(RCA, Uwe Kraemer)                                                                                              

Nikolai Rimsky-Korsakov: Russische Ostern op. 36
Geb. 1844 in Tichwin (Gouv. Nowgorod), gest. 1908 bei St. Petersburg

Korsakov gehörte zum Komponistenkreis des „Mächtigen Häufleins“, dem auch Balakirew, Cui, Mussorgsky und Borodin angehörten. In seinen  sinfonischen Werken knüpft er an Berlioz und Liszt an. Melodik und Rhythmik sind häufig russ. Liedern und Tänzen nachgebildet, die Harmonik verwendet chromatische Elemente und Wendungen byzanti-nischer Kirchentonarten.

Die 1888 entstandene Osterouvertüre benutzt melodisches Material aus der orthodoxen Liturgie.
(Musikbrockhaus)

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